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Schöne Alternative in Landshut: Laser statt Böller Als die Glocken der Kirchen am 31. Dezember 2018 Mitternacht schlugen, brach zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht das Rauch- und Knallerchaos über die Altstadt von Landshut in Niederbayern herein. Stattdessen schossen Laserstrahlen Richtung Martinskirche. Landshut hatte sich als eine der ersten Städte dazu entschlossen, die Böllerei in der Innenstadt zu verbieten, berichtete damals die Landshuter Zeitung.

 

Feuerwerksverbot ersparte 3500 Tonnen Kunststoffmüll
Durch Feuerwerksverbote an Silvester wurden dieses Jahr 3500 Tonnen Kunststoffmüll vermieden. Das haben Professor Jörg Woidasky von der Hochschule Pforzheim und Bachelorstudent Lukas Deuschle jetzt errechnet. Vor Beginn der Corona-Epidemie wurden in Deutschland den Angaben nach jährlich mehr als 130 Millionen Euro für etwa 40 000 Tonnen Feuerwerkskörper ausgegeben, berichten die Stuttgarter Nachrichten. 

 

Mehrheit befürwortet Feuerwerksverbot an Silvester

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet ein Verbot von Feuerwerkskörpern zu Silvester in Innenstädten, berichtete die NRZ bereits Ende 2019. Wie eine repräsentative Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Redaktion ergab, sprachen sich 63,2 Prozent der Befragten dafür aus. Viele Kommunen hatten schon 2019 private Feuerwerke untersagt. > Mehr dazu

 

Silvesterbräuche:                                                           Lärm soll böse Geister verreiben                                Im Mittelalter lärmten die Menschen mit allem, was laute Geräusche erzeugt: Töpfe, Rasseln, Trommeln und Trompeten. Der ganze Lärm hatte nur einen Zweck: böse Geister zu vertreiben. Später kamen das Abfeuern von Gewehren und Kanonen hinzu, das erste Feuerwerk in Deutschland dann im Jahr 1506. Erst ab dem 20. Jahrhundert waren - durch günstige Produktionsverfahren - auch private Feuerwerke möglich. Mittlerweile lösen sich - allein in Deutschland "innerhalb weniger Minuten rund 140 Millionen Euro in Schall und Rauch auf," wie der NDR berichtet. Die volkswirtschaftlichen Schäden nicht mitgerechnet. 


Feuerwerkskörper:                                                                 Schon 2019 verzichteten Händler auf Verkauf Schon 2019 hatten einige Händler angekündigt, auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern zu verzichten; darunter selbstständige Rewe- und Edeka-Märkte oder die Baumarktkette Hornbach. Man habe sich „insbesondere aus Gründen des Tier- und Umweltschutzes dafür entschieden“, hieß es damals in einer Mitteilung. > Hier mehr dazu

 

Petition: Verbot von Silvesterfeuerwerk                Auf change.org läuft eine Petition an Bundesumweltministerin Svenja Schulze, mit der Aufforderung, das Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen zu verbieten! Möglich sei das über eine Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, beziehungsweise Änderungen in der ersten Sprengstoffverordnung, heißt es hierzu. > Zur Petition

 

AZ-Kommentar: Silvester-Böllerei aufgeben          In einem Kommentar in der Augsburger Allgemeinen wird heute dazu aufgerufen, die "Silvester-Böllerei endgültig aufzugeben" und die "Chance für einen tatsächlichen Neuanfang zu nutzen". Die Autorin Maria Heinrich schreibt: "Gründe, Feuerwerkskörper an Silvester zu verbieten, gibt es viele." > Zum Kommentar

 

Hunderte Tonnen Müll in der Silvesternacht
Hunderte Tonnen Müll, wie Raketen, Böllerreste, Verpackungen, Flaschen und Scherben bleiben in der Silvesternacht Jahr für Jahr auf unseren Straßen und Gehwegen zurück. Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) meldete 2018: „Allein in den fünf größten deutschen Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main) entfernen die kommunalen Abfallentsorger am Neujahrstag rund 191 Tonnen Silvesterabfall."           > Hier mehr dazu

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